5 Irrtümer zum Thema Harninkontinenz

Es gibt zahlreiche Irrtümer, die Menschen daran hindern, eine effektive Therapie gegen ihre Harninkontinenz durchzuführen. Erfahren Sie hier, was die 5 häufigsten Irrtümer sind und was wirklich stimmt.

Inkontinenz betrifft nur alte Menschen

Nein. Infolge von Geburtsverletzungen sind häufig auch junge Frauen von ungewolltem Harnabgang betroffen. Operationen im kleinen Becken, neurologische Erkrankungen (z.B. MS) sowie Tumorerkrankungen können unabhängig von Alter und Geschlecht Gründe für Harninkontinenz  sein.

Einmal inkontinent, immer inkontinent

Nein. Je nach Ursache des Harnverlustes kann entweder durch medikamentöse Therapie, Beckenbodentraining oder auch durch eine Operation der ungewollte Harnabgang unterbunden werden.

Pipi-Stopp trainiert den Beckenboden

Nein. Das Harnlassen ist ein komplizierter Ablauf, der vom vegetativen Nervensystem gesteuert wird. Dabei entspannen sich sowohl der innere als auch der äußere Blasenschließmuskel. Beim Pipi-Stopp hingegen wird der äußere Schließmuskel geschlossen während der innere geöffnet ist. Dieses erzwungene Gegeneinander-Arbeiten der beiden Schließmuskeln kann zu einer Störung des Steuerungsvorgangs führen. Weiters kann das plötzliche Anhalten und Aufstauen des Harns zu einer Schädigung der Harnröhre führen

Häufige Blasenentleerung hilft gegen ungewollten Harnverlust

Nein. Im Gegenteil. Durch häufige Blasenentleerung wird die mögliche Füllmenge der Blase geringer.  Zudem wird der Schließmuskel schwächer, so dass sich das Problem verschlimmert. Die Entwicklung einer so genannten Dranginkontinenz ist die Folge. Blasentraining ist hier wichtig!

Die Einschränkung der Trinkmenge hilft gegen ungewollten Harnverlust.

Nein. Wird die Trinkmenge reduziert, konzentriert sich der Harn in der Blase. Durch den konzentrierten Harn wird die Blasenwand gereizt, was den Harndrang verschlimmert.

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