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Experteninterview Teil 1: Organsenkung: Symptome, Risikofaktoren, Untersuchung

 

Teil 1: Der Gynäkologe Prim. Lothar Fuith über Symptome, Risikofaktoren und Untersuchung bei Organsenkung.

RH: Was sind die Symptome einer Organsenkung? Woran merkt eine Frau, dass sie das haben könnte?

Prim. Fuith: Man muss, obwohl es oft kombiniert ist, unterscheiden zwischen einer Scheidensenkung und einer Scheiden- und Gebärmuttersenkung. Das ist oft kombiniert, kann aber auch isoliert vorkommen. Das häufigste, was Frauen berichten ist, dass sie „da unten“ etwas getastet oder gespürt haben, was vorher nicht da war, oder nicht gespürt wurde. Wenn ich so etwas höre, frage ich nach, wie es mit dem Urinieren geht. Oftmals wird dann berichtet, der Harnstrahl ist ein bisschen schwächer geworden. Es rinnt nicht mehr so schnell. Nachtröpfeln nach dem urinieren ist ein weiteres Symptom und die Frau kann das Gefühl haben, dass die Blase nach dem Urinieren nicht leer ist, Stichwort Restharn. Wenn Frauen das länger haben, bzw. starke

Senkungszustände bestehen, dann entwickeln sie wiederkehrende Harnwegsinfekte. Das ist eigentlich immer kombiniert mit dem Restharn. Denn die Blase ist dann wie ein Gefäß, welches nie ganz leer wird.

RH: Wie oft kommt denn so etwas vor?

Prim. Fuith: Das ist schwer zu sagen. Ich würde jetzt mal global sagen, dass sehr viele Frauen das haben. Vaginale Geburten spielen da eine Rolle. Und diesen Zusammenhang muss man einfach erwähnen. Natürlich entwickeln auch Frauen eine Senkung, die keine Geburt hatten, aber es ist im Prinzip sehr stark assoziiert mit einer vaginalen

Geburt. Grundsätzlich können auch Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, bei spezieller Gewebesituation, eine Senkung haben.

RH: Dann ist es vielleicht eher die Schwangerschaft?

Prim. Fuith: Es der Anteil der Schwangerschaft schwer zu beziffern. Den Hauptanteil hat jedenfalls der Geburtsverlauf.

RH: Kann eine Organsenkung schon in der Schwangerschaft beginnen?

Prim. Fuith: Vom Gefühl her sicher. Aber passieren wird mehr im Rahmen der Geburt. Und jetzt komm ich zurück zum Anfang. Wie

viele haben das? Da will ich mich nicht gern auf eine Zahl einlassen. Es haben viele, aber viele wissen es nicht, merken es nicht, spüren es nicht. Und das ist auch meine Grundeinstellung, die ich seit vielen Jahren habe. Eine Senkung die die Frau gar nicht spürt, die sie nicht stört, die ist kein Grund operativ einzuschreiten!

RH: Gibt es Risikofaktoren eine Senkung zu bekommen außer der vaginalen Geburt und der Schwangerschaft?

Prim. Fuith: Ja, die Gewebedisposition spielt eine große Rolle.

Univ. Prof. Dr. Lothar Clemens Fuith

Primarius am Krankenhaus d. Barmherzigen Brüder

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

 

Vorstand der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Eisenstadt

 

Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (ÖGGG).

 

Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft (MKÖ)

 

Ausbildung:

Medizinstudium Univ. Innsbruck; Promotion 1979

 

Postgraduelle Tätigkeit:

1979 bis 1982 Universitätsassistent am Institut für Medizinische Chemie und Biochemie an der Universität Innsbruck. (Prof. H. Grunicke und Prof. H. Wachter)

1981 Forschungsaufenthalt am Weizmann Institute of Science in Israel. (Prof. Gad Yagil)

Ab 1982 Assistenzarzt und Oberarzt an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Innsbruck. (Prof. O. Dapunt)

 

Akademischer Werdegang:

1991 Habilitation zum Universitätsdozenten mit dem Thema:

„Neue Aspekte in der Therapie des Ovarialkarzinoms“.

Ernennung zum a.o. Universitätsprofessor 1998.

 

 

Kontakt:

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder:

Johannes von Gott-Platz 1

7000 Eisenstadt

02682/601-3500

Lothar.Fuith@bbeisen.at

 

Ordination:

Dr. Karl Rennerstrasse 66

7000 Eisenstadt

02682/66713

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