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Dr. Rita Hochwimmer 

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Wie bald nach Geburt soll bei Rektusdiastase trainiert werden?

Immer wieder taucht die Frage auf, wie schnell bei einer Rektusdiastase mit dem Training begonnen werden muss oder soll. Es gibt Therapeutinnen, die die Meinung vertreten, dass dies besonders schnell geschehen müsste um wirkungsvoll zu sein. Hier ein paar Antworten, die uns Studien geben.

Die natürliche Schließungsrate der postpartalen Rektusdiastase ist in den ersten 6 Wochen nach der Geburt am höchsten. 60% der Rektusdiastasen schließen sich in dieser Zeit. Bei diesem Vorgang zieht sich die sehnige Schicht zwischen den geraden Bauchmuskeln zusammen und härtet aus. Warum dies bei manchen Frauen passiert und bei anderen nicht, wissen wir nicht.

Sollte man zu jenen Frauen gehören, bei welchen dieser Vorgang verzögert, oder aber gar nicht einsetzt, kann mit einem speziellen Training zur Kompensation der Rektusdiastase begonnen werden. Dabei lernt die Frau ihren tiefen Bauchmuskel so einzusetzen, dass ein eventuelles Bulging, also die sichtbare Vorwölbung der Bauchorgane gegen die ausgedünnte Schicht bei Anspannung der geraden Bauchmuskulatur verhindert wird.

Dieses Training kann immer erlernt werden und hat keine zeitlichen Begrenzungen. Allerdings ist bei jeder Frau die Rumpfmuskulatur durch die Schwangerschaft geschwächt, so dass ein an den Geburtsverlauf (spontan, Kaiserschnitt, Geburtsverletzungen, Saugglocke etc. ...) angepasstes Rückbildungstraining für Beckenboden und Rumpf in den allermeisten Fällen anzuraten ist.