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5. Wiener Kontinenzstammtisch: Blasenentleerungsstörungen bei MS

Anlässlich des 5. Wiener Kontinenzstammtisch der MKÖ hat OA Maximilian Rom von der Neurourologischen Ambulanz des Krankenhauses Hietzing einen Vortrag zum Thema Blasenentleerungsstörungen bei MS gehalten. Dabei ging er auf Diagnose und mögliche Therapieoptionen ein.

Wie OA Rom ausführte kann es je nach Höhe der durch die MS bedingten Läsion zu unterschiedlichsten Symptomen durch die MS kommen. Am häufigsten sind Symptome von Dranginkontinenz, Schwierigkeiten die Blase zu entleeren und damit einhergehende Restharnbildung. Da MS jedoch auf jeder Höhe, also im Gehirn, im Rückenmark und im periphären Nerv selbst Herde bilden kann, ist auch eine Belastungsinkontinenz denkbar. Am häufigsten kommt jedoch die Entleerungsstörung vor.

Medikamentöse Therapie

Als medikamentöse Therapie kommen die Blase dämpfende Medikamente zum Einsatz, welche in drei Medikamentengruppen einteilbar sind.

ISK

Kommt es zu eine Restharnbildung über das tolerable Mass hinaus, ist der intermitierende Selbstkatheterismus eine Möglichkeit für die PatientInnen.

Botox

Gegen die Drangsymptomatik kommen Botolinum Toxin A zum Einsatz, welches in bis zu 30 Depos unter die Schleimhaut des Blasenmuskels gespritzt wird. Die Wirkung lässt jedoch nach 9 Monaten nach und muss dann wiederholt werden. 

SNM

Sakrale Neuromodulation stellt nur unter gewissen Bedingungen eine Möglichkeit dar, wie OA Rom ausführt.