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Dr. Rita Hochwimmer 

Praxis am Tigerpark

Lerchengasse 21/7

1080 Wien

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Stuhlinkontinenz: Gründe und Therapieoptionen

Während Harninkontinenz langsam ein ansprechbares Problem wird, zählt das Thema Stuhlinkontinenz noch immer zu den absoluten Tabus. Es ist jedoch wichtig, dass Betroffene sich Hilfe holen, da Stuhlinkontinenz zu einem nahezu ganzheitlichen Ausscheiden aus dem Sozialleben führt. In eigenen Ambulanzen werden Gründe für die Inkontinenz gefunden und Therapien maßgeschneidert.

In Ihrem Vortrag bei der 2. Fachtagung Kontinenz und Katheterisierung erläutert OÄ Dr. Michaela Lechner Gründe und Behandlungsmöglichkeiten von Stuhlinkontinenz.

Als mögliche Gründe nennt sie muskuläre Ursachen, Nervenschädigungen, Schließmuskelschädigungen, Darmwandschädigungen oder schlichtweg eine zu flüssige Stuhlkonsistenz.

Je nach Grund für die Inkontinenz kommen unterschiedliche Therapiemethoden zum Einsatz. Zu flüssiger Stuhl wird eingedickt beispielsweise mit Hilfe von Heidelbeersaft. Ist der Grund muskulärer Art, hilft Beckenbodentraining bzw. Biofeedback. Ist der Schließmuskel geschädigt, kann dieser eventuell operativ wieder hergestellt werden.

OÄ Lechner berichtet von der Methode der sakralen Neuromodulation. Bei dieser wird ein Schrittmacher implantiert, der die Sakralnerven stimuliert. Diese kontrollieren den Darm und seinen Schließmuskel und kann so helfen, die Kontinenz wieder herzustellen.

Weitere Methoden zur Behandlung von Stuhlinkontinenz sind "Transanale Irrigation" bei der die/der PatientIn von speziell geschultem Personal darin geschult wird sich eine Art von "Einlauf" zu verabreichen, um so den Zeitpunkt seiner Stuhlausscheidung kontrollieren zu können. Nach dieser "planmässigen Stuhlentleerung" wird über mehrere Stunden kein Stuhl verloren, so dass die Teilnahme am sozialen Leben (wieder) möglich wird.

Und schließlich steht als (letzte) Möglichkeit das Anlegen eines künstlichen Darmausganges zur Verfügung.

Falls Sie an Stuhlinkontinenz leiden, zögern Sie nicht sich an eine Darmambulanz zu wenden. Dort wird erst mal die Frage geklärt, was genau die Ursache für Ihre Inkontinenz ist. Danach steht eine Bandbreite von Therapiemethoden zur Verfügung.

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